Selen ist lebensnotwendig!
 
Häufig erhöht ist der Selenbedarf z.B. in Zeiten hoher körperlicher Belastung und Stress, bei älteren Personen und Menschen mit einseitiger Ernährung oder chronischen Verdauungsstörungen.

Was ist Selen?
Selen ist ein für den Menschen essentielles (lebensnotwendiges) Spurenelement. Selen kann der körpereigene Stoffwechsel nicht bilden, es muss deshalb wie Vitamine von auen mit der Nahrung zugeführt werden. Selen benötigt man nur in sehr geringen Dosen - in Mikrogramm (g) Mengen, deshalb nennt man es auch Mikrospurenelement.

Vorkommen und Bedarf
Nach Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte jeder Erwachsene täglich 30 bis 70 g Selen aufnehmen: ein Wert, der in Deutschland meist nur marginal erreicht wird. Neuere Daten sprechen von einer durchschnittlichen Selenaufnahme von 38 g für Frauen und 47 g für Männer pro Tag. Grund hierfür sind an Selen verarmte Böden bzw. verarmte Nahrung (Agrartechnologie, Umwelteinflüsse, Lebensmitteltechnologie, saurer Regen). Genauso wie das Spurenelement Jod wurde Selen während und nach den Eiszeiten aus den oberen Bodenschichten ausgewaschen.

Welche Funktion hat Selen?
Selen ist Bestandteil vieler wichtiger Enzyme, die Schutzfunktionen im Körper erfüllen. Das Spurenelement gilt auch als Radikalfänger. Freie Radikale sind u.a. agressive Stoffwechselprodukte, die den Zellstoffwechsel stören und damit Erkrankungen auslösen können. Selen hat zusammen mit anderen Stoffen eine Schutzwirkung für das körpereigene Zellsystem.

Wer kann besonders unter Selenmangel leiden?
Selenmangelerscheinungen treten gehäuft auf: in Zeiten hoher körperlicher Belastung (z.B. Sport) und Stress, bei Personen mit chronischen Verdauungs- und Verwertungsstörungen, bei älteren Personen, einseitiger Ernährung, Schwangeren und stillenden Müttern, längerfristiger künstlicher Ernährung, strengen Vegetariern, Veganern, Alkoholikern.

Welche Folgen kann Selenmangel haben?
Umweltprobleme und falsche Ernährungsgewohnheiten können einen Selenmangel auslösen. In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Selenmangel und allgemeiner Abwehrschwäche (z.B. erhöhte Infektanfälligkeit), funktionellen Herz-Kreislauferkrankungen und Gelenkerkrankungen (z.B. Rheuma) bestehen kann.

Mehr zu Selen finden Sie unter: www.selen-info.de

Quelle: mgda
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