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Die Teufelskralle - Harpagophytum procumbens
Pflanze des Monats - Die TeufelskralleDie im südlichen Afrika beheimatete Teufelskralle wird schon lange von den einheimischen Völkern als Heilmittel gegen Fieber, Magen-Darmleiden und Schmerzen verwendet. Mittlerweile ist der Bedarf gerade in Deutschland so gestiegen, dass durch schonende Sammlung und Kultivierung der Bestand der Heilpflanze gesichert werden muß.

Woher kommt der Name?
Harpagophytum leitet sich aus dem Griechischen ab, wobei harpagos = Enterhaken und phytum = Pflanze bedeuten. Mit dieser Bezeichnung wird das Aussehen der mit Widerhaken versehenen, holzigen Frucht beschrieben. Die Bezeichnung procumbens = niederliegend bezieht sich auf die am Boden liegenden Triebe.

Bild: Isolde Altersberger, Henriette KressWo kann die Teufelskralle helfen?
Wässrige oder alkoholisch-wässrige Auszüge aus den Speicherwurzeln besitzen entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften. Diese Mittel werden zur Behandlung von verschleißbedingten Gelenkbeschwerden, rheumatischen Erkrankungen und chronischen Rückenschmerzen angewendet und zeichnen sich durch ihre gute Verträglichkeit aus. Untersuchungen zur Wirksamkeit sind z. T. widersprüchlich, was allerdings angesichts der verschiedenen Herstellungsmethoden und des unterschiedlichen Ausgangsmaterial nicht verwunderlich ist. Es wird empfohlen Extrakte einzunehmen, für die positive Ergebnisse zur Wirksamkeit vorliegen.
Teufelskralle wird bei leichten Schmerzen allein, bei stärkeren Schmerzen zur Unterstützung der bestehenden Therapie eingesetzt, für die Behandlung akuter, starker Schmerzen ist die Pflanze nicht geeignet. Ihre Wirkung setzt erst innerhalb von 2 bis 4 Wochen ein.
Weiterhin ist eine Wirksamkeit bei Verdauungsbeschwerden aufgrund der Bitterstoffe plausibel.

Worauf ist unbedingt zu achten?
Die Wirksamkeit einer Einnahme setzt erst nach 2 bis 4 Wochen ein, daher ist sie zur Behandlung akuter Schmerzen nicht geeignet.
Präparate aus der Teufelskralle sollten während Schwangerschaft oder Stillzeit nicht angewandt werden, da keine Daten zur Sicherheit und Unbedenklichkeit vorliegen. Nicht verwendet werden sollten sie auch bei Geschwüren des Magen-Darm-Traktes.


Quelle:  http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
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