Heilpflanzen-Archiv
 
Die Pfefferminze - Mentha x piperita
Pflanze des Monats - Die Pfefferminze
Die Pfefferminze, die vermutlich zufällig durch eine Kreuzung zwischen der Bach- und Krauseminze entstanden ist, wurde erstmals Ende des 17. Jh. botanisch beschrieben. Von der Pfefferminze wiederum sind über 100 Varietäten und Sorten bekannt. Man unterscheidet z.B. dunkel- und hellgrüne Sorten, wobei der dunkelgrüne Typ „Mitcham“ heute noch als besonders gute Qualität gilt.

Die ursprünglichen Minze-Arten wurden bereits im Altertum in China, Ägypten und Rom verwendet und auch kultiviert. Die volkstümliche Verwendung der Pfefferminze leitet sich ebenfalls von der der reinen Arten ab.

Minzöle, wie z.B. das Japanische Pfefferminzöl, werden aus Varietäten der Ackerminze gewonnen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Mentholgehalt aus. Die Anwendungsgebiete von Minzöl entsprechen denen des Pfefferminzöls.

Bild: Isolde Altersberger, Henriette KressWoher kommt der Name?
Die Bezeichnung „Mentha“ leitet sich vom griechischen Wort Minthe ab. Der Sage nach soll die Nymphe Minthe von der Göttin der Unterwelt aus Eifersucht in die wohlriechende Pflanze verwandelt worden sein. „Piperita“ leitet sich vom lateinischen Wort piper = Pfeffer ab und bringt damit zum Ausdruck, dass die Pfefferminze wegen des intensiven Geschmacks auch als Gewürz geschätzt wurde.

Wo kann die Pfefferminze helfen?
Die Verwendung von Pfefferminzblätter oder des ätherischen Öls beruhen in erster Linie auf die traditionelle Anwendung. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Inhaltsstoffe der Pfefferminze, darunter vor allem das Menthol, auf den Magen-Darm-Trakt krampflösende, galletreibende und antiseptische Wirkungen besitzen. Daher scheint die Verwendung bei Verdauungsbeschwerden mit Blähungen und als Gallemittel gerechtfertigt zu sein. Es sind für diese Indikationen zahlreiche Tees und Fertigarzneimittel erhältlich, die meist noch weitere Pflanzenauszüge enthalten.
Mentholhaltige Einreibungen oder Inhalationen verschaffen durch den kühlenden Effekt bei Schnupfen das Gefühl erleichterter Nasenatmung ohne jedoch direkt abschwellend zu wirken. Weiterhin gibt es Hinweise, dass Zubereitungen aus dem ätherischen Öl äußerlich aufgetragen bei Spannungskopfschmerzen helfen können.

Worauf ist unbedingt zu achten?
Mentholhaltige Einreibungen und Inhalationen dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern auf keinen Fall im Gesichtsbereich aufgetragen werden, da diese sehr empfindlich reagieren.
Bei Einnahme von pfefferminzhaltigen Zubereitungen können wegen der relaxierenden Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt Sodbrennen und eine bestehende Refluxkrankheit verschlimmert werden. Personen mit Gallensteinleiden oder Lebererkrankungen sollte diese Arzneimittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt anwenden.


Quelle:  http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
© Mit freundlicher Genehmigung von  HEXAL AG
Copyright © 2003-2005 Julian Ott, Berg-Apotheke FichtelbergImpressum